Atemtherapie

Möglichst alle Abschnitte der Atemwege und der Lunge sollen am Gastransport bzw. am Gasaustausch teilnehmen, d. h. an der Aufnahme von Sauerstoff aus und Abgabe von Kohlendioxid an das Blut. Bei vielen Lungenerkrankungen sind diese Funktionen eingeschränkt. Die Atemwege sind verengt, oder es entstehen  sog. Toträume, d. h. nicht belüftete Abschnitte von Lunge und Atemwegen. Diese gilt es zu begrenzen bzw. zu re-aktivieren.

 

In der Atemtherapie geht es um die Erleichterung, Förderung, Vertiefung und Stabilisierung der Ein- und Ausatmung. Die Lunge muss in allen ihren Teilen gleichmäßig belüftet werden, um den kontinuierlichen Abtransport von Lungensekret zu gewährleisten. Ansammlungen und Stauungen von Lungensekret bergen die Gefahr der Keimansiedlung und der anschließenden Entzündung.

 

Vorbereitende bzw. Atem-unterstützende Maßnahmen:

 

  • Mobilisierung des Brustkorbs

Manuelle Verstärkung der Brustkorb-Bewegungen bei der Einatmung und / oder der Ausatmung, je nach Befund

 

  • Mobilisierung des Gewebes

Spezielle Griffe und manuelle Techniken zur Lockerung des Gewebes, zur Minderung von Versteifungen und Verklebungen

 

  • Mobilisierung der Gelenke

Minderung von Blockaden der Rippengelenke (Verbindungen der Rippen zum Brustbein und zur Wirbelsäule), des Schlüsselbeins und des Schulterblatts; Förderung des Gelenk-Stoffwechsels und damit der Beweglichkeit

 

  • Mobilisierung der Muskulatur

Klassische oder Funktions-Massage zur Begegnung von Verspannungen, Verkürzungen und Versteifungen

 

Trainierende bzw. kräftigende Maßnahmen:

 

  • Atem-Übungen

Rhythmische Aktivierung der Atem-Muskulatur (Zwerchfell, Muskulatur der Rippen-Zwischenräume) und der Atem-Hilfsmuskulatur durch verschiedene Techniken

 

Atmung gegen Widerstand

Gegen Therapeuten-Hände oder gegen Material, z. B. Bandagen

 

Nutzung von Atem-Trainern

z. B. „Mediflow“, „Flutter“, „Triflow“

 

-Kräftigung der Rumpf-Muskulatur

Unterstützung der Atemtätigkeit durch Rumpf-stärkende Übungen

 

Notfall-Maßnahmen

 

  • Vorbeugung von Atemnot

Einübung eines festen Rhythmus’ bei der Alltags-Motorik; Ritualisierte Pausen beim Gehen und Treppen-Steigen; Erkennen von Anzeichen einer sich ankündigenden Atemnot

 

  • Techniken bei bevorstehender Atemnot

Verlangsamung der Ausatmung und damit Atem-Beruhigung; Einnahme von Atem-erleichternden Körperhaltungen und -stellungen

 

In der Atemtherapie lernt der Patient, den vegetativen, d. h. „automatischen“ Prozess der Atmung wahrzunehmen und bewusst zu beeinflussen. Er lernt, sein Bewegungsverhalten seiner Atemkapazität anzupassen, es zu verlangsamen und mit Hilfe von ritualisierten Pausen möglichst viele seiner Alltags-Aktivitäten aufrecht zu erhalten. Dabei nutzt er nach Bedarf die zusätzliche Zufuhr von Sauerstoff und spezielle Geräte, z. B. Sauerstoff-Tank.

Krankheitsbilder

 

  • COPD (Chronisch obstruktive Lungen-Erkrankung)
  • Asthma bronchiale
  • Zustand nach Lungen-Tumor
  • Und andere

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Praxis für Physiotherapie

- in Schließung - 

Beate Schweitzer
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63071 Offenbach am Main

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